Um die 0°C sind’s, es hat zirka fünf Zentimeter geschneit und hier bricht grad mal wieder sämtliche Infrastruktur zusammen, juhu. Straßen waren einen Tag lang unbefahrbar, die Schulen machen teilweise dicht, die U-Bahn ist ständig überfüllt und verspätet, die Züge fahren nicht oder nur unregelmäßig (d.h. um 10.45h wartet man noch auf den 8.15 Zug!), die Heizungen fallen aus, gestreut/geräumt wird ja aus Prinzip mal wieder nicht (hallo, eisiger Gehweg!) und sowieso und hier und da und ALLES. Und all das, obwohl die Meteorologen seit Wochen davor warnen. Zusätzlich haben wir hier mit den Bauarbeitern alle weiteren Unannehmlichkeiten, die man sich so vorstellen kann: erst hauen se die Gasleitung um, dann frieren die freiliegenden Wasserleitungen zu, sodass es kein kaltes Wasser mehr gibt (kochen kann ich mich also, aber nicht das Klo spülen), zusätzlich sperren sie die Katzen aus Versehen in Haus ein, sodass die ihr Geschäft hier drinnen verrichten. Happy days.
Ansonsten bin ich weiterhin fleißig am Essayschreiben, das gleich hier schon fast einer Fließbandproduktion: jeden Donnerstag ist ein neues fällig. Das erste habe ich auch schon zurückbekommen. Sie legt’s mir auf den Tisch: 64%. Joa, sau cool, total mies. NÄ, eben nicht. 64% sind hier ein 2.1 und 1en gab’s gar nicht. Wuhu. Bei den anderen hab ich trotzdem kein bisschen weniger Angst vorm Durchfallen: die Public-Tutorin hat uns schon gewarnt, dass alles über 50% alles ist, was sich ein Fresher wünschen kann. Werden wir dann mal sehen.
Falls ich jemals wieder das Land verlassen kann (natürlich muss man bei dem Extremwetter auch die Flughäfen schließen), werde ich am 18. Dezember wieder in die Zivilisation und den Komfort des 21. Jahrhunderts zurückkehren.




1 Kommentar:
Homofürst I!
Was ist los mit deiner Seite?
Berichte mal wieder!
Alles liebe aus boring Germany.
Homofürst II
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